Allgemeine Infos über die Feuerwehren der Gemeinde Hartkirchen FF Hartkirchen FF Haizing FF Hilkering/Hachlham FF Oed in Bergen

  Geschichtliche Entwicklung der Feuerwehren


Der griechischen Mythologie zufolge, raubte Prometheus, der Sohn der Titanen, den Göttern das Feuer und schenkte es den Menschen, für welche die Geschichte des Feuers zur Geschichte des Fortschritts wurde. Als die Menschen lernten, Feuer zu erzeugen, es zu beherrschen, begann ihr menschenwürdiges Dasein. Das Feuer kochte die Nahrung, erhellte das Dunkel, wärmte die Menschen und schützte sie vor wilden Tieren.
Mit Hilfe des Feuers konnte man die Kräfte der Natur verwerten und entwickeln. Es schmilzt Metalle aus Gesteinen, wodurch die Technik möglich wird, verleiht unseren Antriebsmaschinen in Autos und Flugzeugen die Kraft, riesige Entfernungen zu überbrücken, ja sogar zum Mond zu fliegen.
Aber wie jedes Ding, hat auch das Feuer zwei Seiten, die nützliche und die schädliche. Auch im "Lied von der Glocke" heißt es: "Doch furchtbar ist die Himmelskraft." Das Feuer vernichtet Haus und Hof, Mensch und Tier, Bauten, Städte und Wälder. Seit die Menschen es beherrschen, Feuer aufzubewahren und zu nutzen, versuchen sie auch die gefährliche Seite unter Kontrolle zu bringen. Bereits seit der Antike, wie diese Bilderfolge zeigt, gibt es Feuerwehren.
 
 
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Viel mehr über diese Zeit wüssten wir heute, wenn nicht ein Brand die größte Bibliothek des Altertums 47 v. Chr. in Alexandria vernichtet hätte. Im Krieg zwischen Cäsar und Pompeius gingen so über 500.000 Schriften, in denen das gesamte Wissen und die Geschichte über diese Zeit enthalten war zugrunde
Funde aus Rom berichten uns, dass es in römischen Städten - und diese erstreckten sich damals über halb Europa - nicht nur Bauvorschriften, sondern richtige Feuerwehren gab. Unter Kaiser Augustus wurden die vermutlich nicht mehr ausreichenden Bürgerfeuerwehren zu Berufsfeuerwehren ausgebaut. Außer den einfachen Löschmitteln wie Decken, Haken und Eimern gab es bereits Spritzen. Dies zeigt ein Fund aus der Nähe von Metz in Lothringen: eine Kolbenpumpe aus Bronze. Aus Schriften aus dieser Zeit geht hervor, dass solche Pumpen mit einem Windkessel ausgestattet waren und daher bereits zu dieser Zeit für einen gleichmäßigen Wasserstrahl sorgen konnten.
Zur Zeit der Völkerwanderung gingen viele Errungenschaften der Technik verloren - so auch die für diese Zeit moderne Wasserpumpe. Die Menschen versuchten aber weiter, keine Brände entstehen zu lassen bzw. bestehende zu bekämpfen. Aus dieser Zeit stammen daher auch die ersten Feuerordnungen, welche in mittelalterlichen Städten erlassen wurden. Aus Meran stammt die älteste bekannte Feuerordnung (aus dem Jahr 1086). Eine Vorschrift dieser Feuerordnungen besagt, dass nach dem Abendläuten kein offenes Feuer mehr im Herd zu halten ist. Hierin ist auch die Verpflichtung enthalten, die die verschiedenen, in Zünften und Innungen gegliederten Bürger beim Feuerlöschen regelten.
Eine Bestimmung in der ersten Feuerordnung Londons heißt, dass im Sommer jeder Hausbesitzer ein Fass Wasser bereitstellen muss - trotzdem fiel London im Jahr 1666 einem Brand zum Opfer, welcher zwei Drittel der Stadt, d. h. ca. 13.000 Häuser, zerstörte.
Vor 100 Jahren wurde auch bei uns noch geachtet, dass in jedem Anwesen Feuerhaken und Eimer, damals aus Leinen, vorhanden waren.
Erst eineinhalbtausend Jahre, nachdem die Römer schon die Spritze mit dem Windkessel bauten, "erfand" bzw. baute der Augsburger Zirkelschmied Hans Hautsch eine Zugstangenpumpe zum Feuerlöschen (um 1650). Diese wurde von drei Pferden gezogen und von 28 Mann abwechselnd bedient. Mit dieser Pumpe konnte das Wasser ca. 25 m weit gespritzt werden, das Wasser musste aber erst mit Eimern zur Spritze gebracht werden! Eine große Errungenschaft für die damalige Brandbekämpfung stellte die um 1735 von zwei Holländern entwickelte Pumpe mit festem Saugschlauch dar. Mit dieser Pumpe konnte Wasser einem fließenden oder stehenden Gewässer entnommen und mit Druck weitergepumpt werden.
Die Wehren der Zünfte und Innungen wurden dann von Bürgerwehren abgelöst, die aber noch schlecht ausgerüstet und kaum ausgebildet waren. Obwohl es in größeren Städten bereits Berufsfeuerwehren gab, war der Brandschutz trotzdem weiterhin ungenügend, und viel Hab und Gut wurde ein Raub der Flammen, da es den Menschen der damaligen Zeit nicht möglich war, Feuer wirksam zu bekämpfen.
Die ersten freiwilligen Feuerwehren wurden in unserer Gegend um die Mitte des vorigen Jahrhunderts gegründet. In Wels wurde 1896 der OÖ. Feuerwehr- verband gegründet, der damals aus 16 Feuerwehren aus Oberösterreich bestand.
Zum Ausbau der Feuerwehren in Österreich gab anfangs der Kaiser bescheidene Beiträge. 1883 wurde ein Gesetz beschlossen, nach dem die Feuerversicherungsgesellschaften einen Teil der Prämien zur Ausrüstung und Erhaltung der Feuerwehren leisten mussten. Hiefür sorgt nun der OÖ. Landesfeuerwehr- fonds, von dem auch unsere Feuerwehr laufend Unterstützungen zur Anschaffung neuer Geräte und Ausrüstung erhält. Große Brände, wie der Brand Roms unter Nero (64 n. Chr.), der die Christenverfolgung auslöste, oder das "Große Feuer" von London begegnen uns im Laufe der Geschichte immer wieder. Aber auch kleine Orte blieben nicht von Bränden verschont, wie die Chroniken unserer Feuerwehren, aber auch genauso aller anderen, eindrucksvoll beweisen.

( Quelle: Festschrift anlässlich „100 Jahre Feuerwehr Hartkirchen“ , 1984 )

 

 

römischer Feuerwehrmann; Feuerknecht (14. Jh.) Brandmeister (Wien 1850) Feuerwehrmann mit Sauerstoffgerät (Wien 1952) Feuerwehrmann im Asbestanzug Handfeuerspritze (1800) Sprungtuch lederner Löscheimer (1800) moderner chemischer Löschapparat Motorspritze Rüstwagen Rettungsschlauch ausziehbare Leiter.

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